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# Biologiestudium.

Irgendwie ist es schade zu sehen, wie langsam alle Leute daran kaputt gehen. Diese Demotivation und Unlust, wenn du in die Uni kommst. Wie die Leute immer schlechtere Laune bekommen, teilweise gar nicht mehr zu Uni gehen, außer sie müssen. Fast niemand hat mehr Spaß und jeder hat einen Tag in der Woche, an dem er Angst hat in die Uni zu gehen wegen einer Übung, die viel zu streng ist. Die Leute sitzen dann um mich rum, alle lachen und versuchen ihren Frust und ihren Kummer zu überspielen, die Gedanken aus ihrem Kopf zu verbannen "was wäre wenn...". Wir fangen langsam an und jeder einen plan B auszudenken, weil wir einfach so sehr an uns zweifeln, dass wir einfach wissen, dass wir nicht bis zum Ende kommen werden. Klausuren, Übungen, Tutorien. Alles wird vernachlässigt und vielleicht gerade so bewältigt, Tage gezählt, bis wir frei haben. Von allen Seiten hört man nur, wie Leute sich mit ihren Freunden oder Beziehungen streiten, weil sie unter so einem Druck stehen und so eine Last mit sich rumtragen. Ich sitze mittendrin und weiß genau, wie all diese Leute sich fühlen. Wenn du Angst davor haben musst, dass dir etwas weggenommen wird, was du gerne machst, nur weil du in etwas Anderem nicht gut genug zu sein scheinst. Wenn du jeden Tag weniger lachst, wenn du niemanden mehr sehen willst und eigentlich am liebsten den ganzen Tag in deinem Bett liegen würdest. Die Leute kommen teilweise weinend aus den Übungsräumen und du hast Angst, dass es dich als Nächsten trifft.
15.5.13 06:32


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# Streit, Streit, Streit, Streit, Streit, Liebe?

Ganz langsam fängt alles an zu bröckeln. Klar kann man sich einreden, dass alles perfekt läuft und man nichts auszusetzen hat. Man flüchtet sich dann in gemeinsame Projekte, oder man flüchtet sich in Projekte, die man allein erledigen muss. Aber die Schlimmen, sind die gemeinsamen. Man stürzt sich auf irgendeine Sache, die man unbedingt machen will - gemeinsamer Urlaub, eine gemeinsame Wohnung - man sucht sich Ausreden in denen man sich vergraben kann. Mit denen man vorgeben kann immer noch 100% an einem Strang zu ziehen. Aber dann fängt es an. Es kriselt bei der Auswahl des Urlaubsziels oder der Wandfarbe im Wohnzimmer und schon muss man sich wieder etwas Neues suchen, in das man flieht. So baut sich alles weiter auf, bis man irgendwann vor eine Wand läuft. Bis man merkt, dass es einfach keine gemeinsamen Projekte mehr zu bewältigen gibt und dann merkt man, dass es eigentlich nichts gemeinsames mehr gibt.
22.5.13 19:49


# Versager.

Die ersten Leute brechen ab. Chemie ist einfach die Hoelle auf Erden. Dicht gefolgt von Mathe. Die Leute haben keine Motivation mehr, keine Kraft. Alle haben Angst, schlechte Laune. Niemand traut sich was zu sagen und alle hoffen einfach, dass sie bestehen aber daran glauben tut niemand mehr. Auch ich habs verloren - das Vertrauen an mich. Den Glauben irgendwas zu schaffen. Ich fuehl kich so dumm und hilflos. Als haette ich einen Haufen falscher Entscheidungen getroffen. Falsche Uni, falsche Richtung, falsches Fach. Irgendwie fuehle ich mich so, als wuerde ich niemals was hinbekommen.
26.5.13 23:06


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