probably the same
header
# Australien.

Australien. Darauf laeuft es dauernd hinaus. Es ist zum verrueckt werden. Jeden Tag denke ich an diese unglaublich schoene Zeit zurueck. Ein Leben ohne Sorgen, ohne stressiges Studium, ohne Streit mit Freunden. Ich konnte lachen, mich freuen, frei sein - leben. Ich vermisse dieses Land so unfassbar. Die Leute, das Essen, das Klima, die Straßen, die Sprache. Am 02.07. ist es genau ein Jahr her, dass ich in den Flieger gestiegen bin und den deutschen Boden, der mir vorher nie so schlimmund unertraeglich vorgekommen war, verließ. Und es reisst mir heute jedes Mal ein Stueck meines Herzens raus, wenn ich an den 04.09.2012 denke, an dem ich das erste Mal bewusst deutschen Boden als unertraeglich wahrgenommen habe. Trotzdem weiss ich, dass ich ohne dich nicht mal dort gluecklich werden koennte denn du bist alles und am liebsten wuerde ich dich dorthin mitnehmen. Ich weiss naemlich nicht, ob ein Leben hier mein Glueck bedeuten kann.
8.6.13 11:55


Werbung


# Das schwarze Loch, das alles frisst.

Ich versuche die ganze Zeit mich zu erinnern. Ich sehe uns auf dem Gang in der Schule stehen. Wir umarmen uns, ich küsse dich auf die Wange und dann ist die Erinnerung weg. Haben wir uns zum Abschied immer auf den Mund geküsst? Worüber haben wir geredet. Wenn wir beide im Oberstufenraum waren, standen wir dann zusammen oder getrennt? Hast du, wenn du hinter mir standest, deine Arme um meine Schultern gelegt? Meinen Kopf geküsst? So wie sie es tun würde? Wie war es dich zu berühren und haben wir uns überhaupt so oft berührt? Ich weiß, dass ich ab und zu in deinen Armen lag, wenn wir am Rhein waren, du hast meinen Kopf gekrault. Aber worüber haben wir dann geredet? In meinem Kopf ist alles so still um uns, egal woran ich denke. Ich sehe uns nicht zusammen, immer nur nebeneinander. Ich versuche so krampfhaft mich zu erinnern, aber da ist nur Leere.
17.6.13 17:46


# Perspektivlos.

Momentan geht einfach alles den Bach runter. Am liebsten würde ich mich den ganzen Tag unter meiner Bettdecke verkriechen, vor mich hin heulen und nichts anderes tun. Vielleicht war mein Interesse für die Biologie nur eine Einbildung, vielleicht hab ich mir da was vorgemacht, aber mittlerweile ist da nichts mehr. Das Studium hat mir alles kaputt gemacht. Ich schleppe mich in die Uni, überlebe jeden Tag aufs Neue. Zuhause schaue ich auf meine Lernsachen und versuche mir Hoffnung zu machen, dass ich die Klausurphase schaffe und dann denke ich "Wieso?" Ganz ehrlich. Wieso soll ich mir die Mühe machen? Was ist, wenn ich jede, noch kommende, Klausur bestehe? Ich hab einfach keine Perspektive. Und dann denke ich über Dinge nach, die ich stattdessen machen kann. Fotografie? Nein. Dafür bin ich zu schlecht. Und alles andere ... keine Chance. Es gibt einfach nichts, was ich machen will. Es ist hoffnungslos. Ich fühle mich einfach wie ein Versager, jeden Tag aufs Neue.
24.6.13 20:57


Code & Bild
Gratis bloggen bei
myblog.de