probably the same
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# No Sense.

Es ist Abend. Die Welt hat ihre besten Zeiten gesehen. Wir sitzen alle in diesem riesigen Raum, wir lachen, essen, reden. Draußen herrscht eine klare Nacht über die Erde. Die Geräusche des wilden, ungezähmten Dschungels werden von Geschirr und Stimmen übertönt. Schon einmal haben wir geglaubt, wir hätten die Welt unser Eigen nennen können. Das wir sie kontrollieren könnten. Draußen ist es dunkel. Trotzdem stehst du dort in der lauwarmen Luft. Siehst die Gefahr nicht auf dich zukommen. Dann ist es zu spät. Mit blutiger Kehle fällst du zu Boden. Das wilde Tier, welches wir einst zu halten gewagt haben, welches wir zu töten versucht haben steht über dir. Triumphierend, seinem Instinkt folgend. Der Mensch ist Gefahr, der Mensch bedeutet Tod. So sieht es mich an. Das Tier. Bevor es sich umdreht und in den Tiefen des Grüns verschwindet. Ich renne raus. Streiche dir die blutigen Haare aus dem Gesicht, küsse dich auf die Stirn und flüstere dir zu, dass ich dich liebe.
Plötzlich wird es komisch. Ich befinde mich in einem Raum. Ich kenne diesen Raum. Habe ich ihn schon einmal gesehen? Ist er real? Ein Playstationspiel. Daher kenne ich ihn. Ich stehe mitten drin. Ich höre das Tier. Den Brüll eines Tigers der sich nach Menschenfleisch verzehrt. Ich versuche ihn zu überlisten. Locke ihn raus auf den Hof, stelle mich auf eine Leiter. Es sind Jahre vergangen seit dieser Tiger über dir stand. Über deinem leblosen Körper und mich angesehen hat. Jetzt steht er am Fuß der Leiter und ich schieße. Ich schieße immer wieder auf sein wunderschönes, goldenes Fell. Welches von schönen schwarzen, tiefschwarzen, Streifen durchzogen ist. Er faucht, schlägt mit seinen riesigen Tatzen um sich. Dann stellt er sich auf die Hinterbeine, er sieht mir in die Augen. Die seinen sind von einem wunderschönen Grün. Dann öffnet er sein Maul, zeigt seine messerscharfen weißen Zähne und sagt "Das wird jetzt weh tun". Und mit einem Mal fällt die Leiter zu Boden. Ich schaffe es mich im letzten Moment abzurollen. Meine Beine und Arme sind aufgeschürft. Dann kommt er langsam auf mich zu, ich schieße, doch die Kugel macht ihm nichts. Er lässt sich alle Zeit der Welt. Ich zücke mein Messer und dann steche ich zu. So oft bis der Tiger zu Boden fällt und ich erkenne dass es kein Tiger ist. Es ist ein Mensch. Mein Mensch. Meine Seelenverwandte. Deine Nachfolgerin. Du hast sie damals getötet, als Tiger getarnt und nach dem Tod dieses Tigers zeigst du deine wahre Gestalt. Du bist meine Liebe. Mein Herz. Ich knie mich vor dich. Ich streiche dir, wie einst ihr, das Haar aus der Stirn. Mit deinem letzten Atemzug flüsterst du, dass es dir Leid tut. Und ich vergebe dir. Ich küsse dich auf deine, nun toten, Lippen. Das Messer packe ich weg. Und dann wird mir klar, all das ist innerhalb eines Tages passiert. Ich stelle mich vor das große Fenster in dem riesigen Speisesaal und schaue auf den Dschungel, der sich die Welt zurück holt. Den Menschen in die Knie zwingt.

7.6.14 14:26


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# Für Liebe kann man nichts.

Ich weiß nicht, ist es falsch darüber zu reden? Daran zurück zu denken? Diesen Abend noch einmal aufleben zu lassen? Oft denke ich daran zurück und kann diese Gedanken nicht fassen. Dann denke ich an dich, wie wir auf meinem Bett liegen, uns küssen. Wie wir uns berühren und es fast soweit ist. Doch dann wirst du zu ihr. Zu meinem Herz. Ich sehe dann nicht mehr dich und mich sondern sie und mich. Ich spüre ihre Berührungen, ihre Küsse. Wie sie mich auszieht und streichelt. Wie ich sie ausziehe. Wie nah wir uns sind. Näher als ich je einem Menschen war. Und dann bist du weg. Der letzte Gedanke an dich, der mir klar im Kopf schwirrt weicht dem Gedanken an die Gegenwart.
10.6.14 00:22


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