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# Homo für Mensch und gleich, vielleicht gleicher Mensch.

"Homosexualität ist gegen die Natur"

Ist sie das? Ist Homosexualität wirklich so unnatürlich? Ich denke nicht. Im Rahmen der natürlichen Selektion ist es Ziel eines jeden Individuums dieser Erde die maximale individuelle Fitness zu erreichen und sich fortzupflanzen. Natürliche Mechanismen wie Pathogene, erhöhtes Vorkommen von Fressfeinden, Ressourcenknappheit und zufällige Umweltkatastrophen wirken dabei einer Überpopulation entgegen. Aber lebt der moderne Mensch noch unter dem Einfluss der natürlichen Selektion? Ist es immer noch Ziel, sich zu jedem möglichen Zeitpunkt fortzupflanzen, natürlich vereinbart mit der intensiven Brutpflege, die wir Menschen betreiben, und die maximale individuelle Fitness zu erreichen?
Zwar ist der Mensch monogam, aber ist es nicht das Konzept der Liebe, welches gegen die Natur ist? Der Kapitalismus? Liebe ist nicht natürlich, Liebe ist eine Erfindung des Menschen, die es verbietet bewusst den bestmäglichen Sexualpartner zu wählen um sich mit diesem fortzupflanzen. Pathogene, natürliche Fressfeinde und Ressourcenknappheit betreffen uns, zumindest die westliche Welt, kaum noch. Eigentlich gar nicht. Die Erde wird ausgebeutet, moderne Medizin erstickt nahezu jedes Pathogen im Keim und welche Spezies würde sich freiwillig mit der Bestie Mensch um die Spitze der Nahrungskette schlagen?
Dennoch werden immer wieder neue Epidemien von Mutter Natur geschickt, um die Spezies Homo sapiens sapiens zu dezimieren. Aber sind es nur Epidemien? Was ist mit Phänomenen, wie der Unfruchtbarkeit? Unabhängig davon, ob sie natürlich auftritt, oder durch Umwelteinflüsse ausgelöst wird. Sie dient dazu, die Überbevölkerung zu stoppen. Kann Homosexualität nicht auch einer dieser natürlichen Mechanismen sein? Es gibt mittlerweile über 1500 verschiede Arten, bei welchen Homosexualität nachgewiesen wurde. Es gibt jedoch nur eine einzige, bei welcher die Homophobie nachgewiesen wurde. Der besonders weise Mensch.

Viele Menschen heutzutage argumentieren damit, dass Homosexualität heute viel präsenter wäre, als zum Beispiel im Mittelalter, aber ist sie das? Müsste man, um diesen Vergleich aufzustellen nicht eine Zählung von heutigen Homosexuellen und damaligen Homosexuellen, oder sagen wir, aller Menschen die zu der LGBTI+ Community gehören, durchführen? Zumal die Bedingungen für die LGBTI+ Community heute deutlich besser sind, möchte ich meinen, dass die Einstellung vieler Menschen im 21. Jahrhundert doch tatsächlich etwas offener ist.
"Kinder können grausam sein" heißt es oft, wenn es um das Thema Adoption geht, aber ist das wirklich so? Kinder orientieren sich an ihrem sozialen Umfeld, an ihren Eltern und Verwandten oder Bekannten. Wenn man einem Kind Homophobie vorlebt, spricht ein relativ hoher Prozentsatz dafür, dass dieses Kind, ohne einen entsprechenden Gegeneinfluss auch homophob wird. Genauso ist es doch mit Rassismus oder Frauenfeindlichkeit. Kinder sind nicht grausam, genauso wie Hunde nicht aggressiv sind. Sie werden so gemacht, so erzogen, von grausamen, aggressiven Menschen, die sich selbst besonders weise loben. 

4.9.16 19:32


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