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R.

Ich glaube, das hier ist der schwerste Blog, den ich jemals geschrieben habe. Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich es überhaupt machen soll und vollkommen sicher bin ich mir auch immer noch nicht. Vorweg möchte ich dir sagen, dass ich für das Ganze keine richtigen Worte habe, das, was ich hier schreiben werde - gerade in diesem Moment schreibe, vielmehr - ist einfach nur der Versuch, meine Gefühle in Worte zu fassen. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll ... 10 Jahre, fast 11. Wir hatten gute Zeiten. Zeiten, die ich nicht missen möchte. Aber auch schlechte. Monate lang sind wir auf dem Schulhof aneinander vorbeigegangen, ohne uns auch nur anzuschauen, wie in einem schlechten Teenie-Film, in dem die Hauptcharaktere den Blick zu Boden senken, wenn sie aufeinander zu gehen. Ich war so verletzt, so wütend und ich weiß, dass du das auch warst. Wir haben so viele Fehler gemacht, so viele Chancen verschenkt und dennoch haben wir wieder zusammen gefunden. Es ist wie sie sagt, wir sind wie zwei Planeten, die umeinander kreisen, mal nah, mal fern. Aber auch diese Konstellationen ändern sich irgendwann. Und ich glaube, wir haben einen Punkt erreicht, an dem wir uns nur noch voneinander entfernen. Ich habe das Gefühl, dass unsere Leben einfach zu weit voneinander abdriften. Wir waren mal eine Einheit, eine Zeit lang gab es nur dich und mich. Ich habe einfach das Gefühl, dass ich nichts mehr über dich weiß, genauso, wie du nichts über mich weißt. Du weißt nicht, was ich momentan mache, wie ich mich momentan fühle, wie mein Leben auseinander zu fallen scheint. Es gab eine Zeit, da hätte ich dich direkt um Rat gefragt, dir geschrieben, auch wenn es mitten in der Nacht gewesen wäre, aber dieses Bedürfnis habe ich einfach nicht mehr. Vielleicht klingt der folgende Satz hart für dich, vielleicht kannst du es nicht verstehen, vielleicht hasst du mich danach, vielleicht ist es dir egal .. und ich hatte so Angst, diesen Satz aufzuschreiben. Es fällt mir so schwer es zu sagen - oder auch nur zu denken, aber ich vermisse dich nicht. Wenn ich am Handy durch meine Kontakte scrolle, habe ich bei dir immer eine kleine Pause gemacht, ich habe nachgedacht "soll ich ihr schreiben? Irgendwas? Erzählen, was es Neues gibt?", aber das ist vorbei. Dein Name fällt mir nicht mehr auf, obwohl neben ihm dieser kleine, süße Pinguin Emoji ist, der mich immer an dich erinnert hat. Aber ich glaube, dass wir uns selber einfach kaputt gemacht haben. Ich weiß, dass du viele Dinge anders siehst, als ich. Dass ich deiner Meinung nach oft übertrieben habe, dass ich zu viel in manche Dinge reininterpretiert habe und wenn es nach dir ginge, würden wir all diese Dinge einfach vergessen. Aber das kann ich nicht. Ein Mensch hält nur begrenzt Dinge aus, eine Freundschaft - und möge sie noch so gut sein - auch. Man kann nicht immer nur zerstören, zerstören, zerstören und dann hoffen, dass es allein wegen des freundschaftlichen Willens wieder zusammenfindet. Manchmal ist ein Punkt erreicht, an dem man einfach nicht mehr ertragen kann .. und das ist gar nicht schlimm. Manchmal kommt es hart, manchmal ist es dreckig .. aber manchmal kommt es schleichend und man merkt gar nicht, dass man plötzlich gar nichts mehr füreinander empfindet. Versteh mich bitte nicht falsch, ich liebe dich. Gott verdammt, wie könnte ich nach all der Zeit nicht? Aber es ist anders. Kennst du dieses Lebewohl-Gefühl, das man manchmal fühlt, wenn man weiß, dass die Zeit gekommen ist, oder, dass es zu spät ist? Das habe ich bei dir irgendwie. Und irgendwie habe ich den Punkt verpasst, an dem wir alles hätten retten können. Vielleicht war es sein Geburtstag, an dem wir alles besiegelt haben, vielleicht war es vorher, vielleicht mein Geburtstag? Vielleicht war das der letzte Kuss, den Liam Fallon in Denver-Clan gegeben hat, der bei uns wirklich der letzte Kuss war und nicht der, bei dem wir merken, dass wir uns eigentlich doch mehr als Freunde lieben, dass wir zusammengehören. Aber so ist es nicht, das tun wir nicht, auch wenn ich das einmal dachte. Und nach all der Zeit wird mir klar, dass wir einfach nicht mehr diese Einheit sind, dass wir nicht mehr zusammengehören, dass es andere Leute da draußen gibt. Leute, die so viel mehr von mir wissen, als du es mittlerweile tust, weil ich einfach nicht mehr das Bedürfnis habe, dir etwas mitzuteilen, weil ich weiß, dass nach 3 Sätzen eh wieder Schluss ist. Und versteh mich bitte auch hier nicht falsch, das soll keine Anschuldigung sein, keineswegs. Du hast dein eigenes Leben, deine eigenen Freunde. Ihn, eure Zukunftsplanung und ich passe da .. irgendwie nicht mehr rein. Und trotzdem liebe ich dich, wie am ersten Tag, trotzdem werde ich immer für dich da sein, wenn du etwas brauchst. Wenn du jemanden zum Reden brauchst, wenn du jemanden brauchst, der dich mitten in der Nacht trösten soll, dich irgendwo abholen soll, dich begleiten soll. Aber all diese Sachen müssen von dir aus passieren, denn für mich ist das alles vorbei .. dieses Mal wirklich.

2.12.18 23:29
 
Letzte Einträge: # time., # bad day. , # Ich brauche Dich nicht., # Ende?, # I think I'm falling .. for you.


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